What Remains

2026 - ongoing

"What Remains" knüpft an das fotografische Langzeitinteresse des Fotografen an, das Verhältnis zwischen menschengemachter und natürlicher Welt zu untersuchen. Während frühere Arbeiten die umfassende Transformation der Erde durch den Menschen thematisierten, richtet sich der Blick nun auf das, was innerhalb dieser künstlichen Räume noch existiert: Fragmente von Natur.

In industriell und agrarwirtschaftlich geprägten Landschaften, Orten, die primär für Produktion, Konsum, Effizienz und Kontrolle geschaffen wurden, tritt Natur nur noch in reduzierter und veränderter Form in Erscheinung. Sie zeigt sich nicht mehr als eigenständiges Gegenüber, sondern ist in die bestehenden Strukturen eingeschrieben und an sie gebunden. Innerhalb dieser Ordnung besitzt sie keinen ursprünglichen Zweck mehr, sondern erscheint als beiläufiges, nicht vorgesehenes Element - als etwas, das eher geduldet als integriert wird.

"What Remains" ist dabei weniger eine dokumentarische Bestandsaufnahme als vielmehr eine leise Reflexion über Verlust, Anpassung und Persistenz. Im Spannungsfeld zwischen organischen und konstruierten Strukturen stellt die Arbeit die Frage, was unter diesen Bedingungen als Natur definiert werden kann und ob das, was bleibt, nicht bereits Teil einer vom Menschen hervorgebrachten Ordnung geworden ist.

"What Remains" continues the photographer’s long-term exploration of the relationship between the man-made and the natural world. While earlier works addressed the extensive transformation of the earth through human intervention, this project shifts its focus to what still persists within these constructed environments: fragments of nature.

In industrial and agricultural landscapes, shaped primarily by production, consumption, efficiency, and control-nature appears only in reduced and altered forms. It no longer exists as an autonomous counterpart but is inscribed into existing structures and bound to them. Within this order, it no longer serves an inherent purpose; instead, it emerges as something incidental, an element not intended to be there, tolerated rather than integrated.

"What Remains" is less a documentary survey than a quiet reflection on loss, adaptation, and persistence. Situated in the tension between organic and constructed forms, the work raises the question of what can still be understood as nature under these conditions and whether what remains has already become part of a reality shaped by human systems.